Räucherfiguren

Räucherfiguren

Erzgebirgische Räuchermännchen sind eine beliebte Dekoration und gehören nicht nur zur Weihnachtszeit dazu. Im Gegensatz zu vielen anderen Dekorationen stehen diese aber nicht einfach nur im Regal. Sie dürfen sogar etwas tun, was sonst besser nicht getan werden sollte - nämlich rauchen! Wir haben hier einige Tipps, damit Sie sich auch "recht schön" erfreuen können.
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Alles über Räuchermännchen und Räucherfrauen

Entstanden aus der Gesellschaft

Entscheidende Voraussetzungen für die Entstehung der Räuchermänner war die Verwendung von Weihrauch im weihnachtlichen Brauchtum. Weihrauch war neben Gold und Myrrhe eines der drei Geschenke, die die heiligen drei Könige dem Jesuskind überbrachten. Für das Erzgebirge nimmt man die Zeit um 1750 und den Ort Crottendorf für den Beginn der Räucherkerzenproduktion an.
Ursprünglich wurden Räucherkerzen nur auch einen Untersatz und nicht in eine Figur gestellt. Als Vorbild diente hier die alltägliche Sitte des öffentlichen Rauchens, durch die im 19 Jahrhundert der Mann mit der Pfeife im Mund zu einer allgemeinen Erscheinung wurde. So entstanden die ersten Räuchermänner um 1857 in Heidelberg, heute ein Ortsteil von Seiffen.
Sie werden ähnlich wie Nussknacker aus einer zylindrisch gedrechselten Dockenform hergestellt, die hier jedoch geteilt und zusammen steckbar ist. Im unteren Teil sitzt auf einer Blechronde das Kerzchen, während der hohle obere Teil als Rauchkessel dient.

Meister Ihres Werkes

Auch Räuchermänner gehen verschiedensten Professionen nach. Sie stellen Personen aus dem Alltag dar: Feuerwehrmänner, Bergmänner, Fleischer, Bäcker, Postboten, Schornsteinfeger und viele mehr. Und auch die Räucherfrauen haben sich das Qualmen angewöhnt.
Einfache Figuren werden durch modernere Räucher-Gegenstände erweitert. So gibt es schon Küchenherde, Feuerstellen und sogar Häuser, die durch eigenständigen Betrieb mit Räucherkerzen der Szenerie beisteuern. Auch die inzwischen bekannteren Räucher – Wichtel geben den sonst traditionelleren Figuren einen modernen Touch, sodass auch hier an jeden gedacht ist.

Die Räucherkerze, oder der richtige Duft

Aus ihren O-förmigen Mündern blasen die kleinen Gesellen eine Rauchschwade, die vom glühenden Räucherkerzchen erzeugt wird. Es gibt viele verschiedene Düfte. Wer es eher kräftig mag, greift zu Weihrauch oder Tanne. Mildere Düfte sind z.B. Sandel, Vanille oder Honig. Es gibt aber auch exotische Räucherkerzen, wie z.B. Schokolade, Dampflok (duftet nach Kohle und Ruß) oder für die Terasse im Sommer den Mückenschreck. Wer seinen Lieblingsduft noch nicht kennt, der kann auf eine "Bunte Mischung" zurückgreifen und einfach mal ausprobieren.

Räucherkerzen bestehen in erster Linie aus Holzkohle, die duftneutral verbrennt. Die Duftnote wird dem Holzkohlebrei bei der Herstellung in Form von Harzen beigemischt. Darum sind gute, natürliche Produkte auch immer schwarz. Und weil das Harz erst bei der Verbrennung den Duft freisetzt, kann man an der Verpackung auch nichts riechen. Sollten Sie Räucherkerzen kaufen, die schon ohne zu brennen ihren Duft verraten, dann können Sie davon ausgehen, dass künstliche Aromen im Spiel sind.

Sollten Räucherkerzen einmal schlecht verbrennen - eigentlich ist es ja mehr ein Verglühen -, dann haben sie mit Sicherheit bei der Lagerung Feuchtigkeit aufgenommen. Das ist nicht schlimm, einfach die Kerzen für einige Zeit auf einer Heizung zum Trocken auslegen.

Räucherkerzen für "normale" Räuchermännchen sind ca. 3 cm hoch. Für die ganz kleinen Räuchergesellen gibt es kleine Ausführungen in ca. 1,5 cm Höhe. Wählen Sie bitte die richtige Größe für Ihre Räucherfigur. Die meisten Raucher benötigen die normalen Kerzen, bei den Kleinen steht es in der Regel dabei oder Ihr Händler weiß Bescheid.

Das Räuchern - der richtige Umgang mit Räucherkerzen

Zuerst die Sicherheit: Räucherkerzen dürfen niemals auf eine brennbare Unterlage gestellt werden! Räucherfiguren haben extra eine kleine Metallplatte, wo die Kerze hingehört. Sollte die fehlen, bitte diese Figur zur Reparatur geben! Auch ein fester Standort ist wichtig, wo keine Haustiere oder Kinder die Figur versehentlich umwerfen können. Und bitte niemals ohne Aufsicht betreiben!

Neben den klassischen Räuchermännchen gibt es noch weitere Möglichkeiten, wie Räucherhäuser, Öfen oder auch offene Räucherpfannen etc. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Die Kerze wird an der Kegelspitze mit einem Feuerzeug oder Streichholz angezündet, bis sie mit einer kleinen Flamme brennt. Am besten die Kerze am dicken Ende anfassen und quer halten. Wenn die Spitze zu glühen beginnt, die Flamme vorsichtig ausblasen. Dann beginnt es auch schon zu Räuchern. Jetzt den Kegel in die vorgesehene Halterung oder auf den Metall-Teller stellen. Nun kann das Oberteil des Räuchmännchens aufgesteckt werden. Bitte auf festen Sitz achten, dann kann nichts passieren.

Funktion des Räuchermännchens

Ob Räuchermännchen, Ofen oder Räucherhaus, die Funktion ist immer gleich. Im unteren Bereich befinden sich ein oder mehrere Löcher für die Luftzufuhr (manchmal hinten oder unten). Die Luft gelangt in den Hohlraum mit dem Räucherkegel, wird dort erwärmt und steigt dann mit dem Rauch auf zu der oberen Öffnung (Mund oder Schlot oder...). Dies nennt man den Kamineffekt.

Warum zieht mein Räuchermännchen nicht richtig?

Damit der Kamineffekt gut funktioniert, müssen Sie darauf achten, dass die Öffnungen absolut frei sind. Bei bärtigen Gesellen sollte der Bart mit feuchten Daumen links und rechts zur Seite gestrichen werden.

Die Räuchermännchen können auch überhitzen, wenn man zu oft und schnell hintereinander Kerzen abbrennt. So schön das Räuchern ausschaut und so toll es duften mag, gönnen Sie Ihrem Rauchmann oder der Rauchfrau eine Pause von mindestens einer halben Stunde zum Abkühlen. Sie werden es Ihnen danken mit einer langen Funktion.

Nach dem Räuchern achten Sie bitte darauf, das Oberteil Ihres Rauchers vorsichtig abzunehmen und den übrig gebliebenen Aschekegel in ein nicht brennbares Gefäß in der Nähe zu entsorgen (vorsicht, der Kegel zerfällt ganz leicht und dann gibts Ärger mit der Hausfrau oder dem Hausmann). Manchmal bleiben Reste der Kerze am Boden kleben. Die sollten dann mit einem stumpfen Gegenstand (am Besten aus Holz) entfernt werden. Das ist wichtig, damit die neue Kerze später wieder gut brennen kann und nicht umfällt.

Auch wenn Sie diese Hinweise beachten, kann es im Laufe der Jahre vorkommen, dass der Kamin verrußt (wir haben selbst Räuchermännchen im Einsatz, die schon seit Jahrzehnten ohne Probleme funktionieren). Mit einfachem Schmirgelpapier können Sie den Hohlraum wieder reinigen. Die kleineren Löcher nach oben lassen sich gut mit Pfeiffenreinigern säubern. Sollte das wider Erwarten nicht helfen, dann muss der "Kleine" in eine Werkstatt. Dort werden die Löcher dann wieder aufgebohrt. All dies ist aber nur dann nötig, wenn's nicht mehr zieht.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesen Tipps helfen, lange Zeit viel Freude mit den "Raachermännln" zu haben.